Stolpe

Die amtsangehörige Gemeinde Stolpe liegt im Kreis Plön in Schleswig-Holstein. Die Güter Depenau, Nettelau, Bundhorst und Horst liegen im Gemeindegebiet, das in seiner heutigen Form seit 1974 besteht.
Archäologische Funde belegen, dass das Gebiet um Stolpe seit der Mittelsteinzeit besiedelt ist.
Der Ortsname Stolpe ist slawischen Ursprungs. Der Ort befand sich im Bereich des Limes Saxoniae, des Grenzstreifens der Sachsen zum Schutz vor den Abodriten im östlichen Schleswig-Holstein, der um 810 errichtet worden war. Die erste urkundliche Erwähnung Stolpes fand statt im Jahr 1316 n. Chr. Stolpe war bis zum Jahre 1815 im Eigentum des Gutes Depenau.
Anfang des 19. Jahrhunderts wurden unter einem Felsenbrocken bei Stolpe zwei goldene Schalen mit Deckeln gefunden. Eine der 5 bis 6 cm hohen Schalen hat einen Durchmesser von 11 cm, die andere von 12 cm. In der einen wurde ein goldener Armreif gefunden. Der Fund befindet sich heute im Landesmuseum Schloss Gottorf in Schleswig.
Die Gemeinde war bis in die 1970er Jahre landwirtschaftlich geprägt. Auch heute noch werden ein Hof im Ortsbereich, sowie mehrere Höfe im Außenbereich bewirtschaftet. Durch ihre zentrale Lage im Städtedreieck Kiel, Neumünster und Plön hat sich die Einwohnerzahl auf ca. 1300 erhöht. Die meisten Stolper Bürger und Bürgerinnen pendeln zu ihren Arbeitsstellen in der Region. In den 1990er Jahren errichtete Stolpe ein Gewerbegebiet an der A 21. Hier befindet sich die Straßenmeisterei Stolpe. Zudem findet man in Stolpe Handwerksbetriebe wie Tischlereien, eine KFZ-Werkstatt, eine Dachdeckerei, mehrere Heizungsbaufirmen und diverse Dienstleister.
Ein touristischer Anziehungspunkt ist das Kräuter-Museum mit dem Kräuterpark und dem Café re-natur. Vier der Holsteiner historischen Güter befinden sich auf Stolper Gemeindegebiet: Gut Depenau, Gut Bundhorst, Gut Horst und Gut Nettelau.